September 2016 - Cabeca Gorda

von Natalie Plagemann

Portugal September 2016 – Cabeca Gorda
Jedes Mal, wenn wir in Portugal sind, werden wir erwartet. Es spricht sich rum, dass ein Verein aus Deutschland bei dem Hundeproblemen hilft.
Wie auch dieses Mal. Wir wurden zu einem Hinterhof gerufen. Dort lebten 4 Hunde. Drei davon zumeist an der Kette und eine Hündin, die immer wieder in ein Verschlag weggesperrt wurde, da der neue und stattliche Rafeiro do Alentejoe Rüde (ein Rassehund: für Portugiesen manchmal ein wichtiges Prestigeobjekt) sie nicht mag. Nun soll die Hündin weg – obwohl eigentlich genügent Platz vorhanden ist – doch mit dem unkastrierten Rüden ist hier ein Zusammenleben niht möglich.
Leider ist die Hündin nicht einfach für uns unterzubringen, da sie ein absoluter Katzenkiller ist, eher wild und unsozialisiert ist. Ein Problem sie bei uns in einer Pflegestelle, die zumeist Katzen haben unterzubringen. Die andere Hündin die auch evtl. noch abgegeben werden soll ist sehr alt. Sie ist absolut Menschenscheu, ebenfalls nicht Katzentauglich und lässt sich überhaupt nicht anfassen.
Es fällt uns sehr schwer nicht allen Hunden helfen zu können, doch auch wir müssen sehen was wir leisten können mit unserem Team an Pflegestellen.
Doch auch wir mussten lernen, dass wir leider nicht überall helfen können.

Ein anderer Notfall aus dem Dorf Cabeca Gorda erwartete uns schon. Ein netter freundlicher Rüde, der von den Dorfbewohnern versorgt wird und auf der Straße lebt. Leider kam er mit blutigem Penis auf uns zugelaufen – eine tierärztliche Versorgung wurde unbedingt notwendig. Er zeigte sich trotz erkennbaren Schmerzen sehr aufgeschlossen und freundlich – auch mit anderen Hunden. Da ein Name sofort gefunden wurde (Theo Weigel – wenn man ihn genau ansieht weiß man auch warum) und klar war, dass er eine gute Chance bei uns hat. Theo kam in die Pension und wird nun für uns fertig gemacht.

Zurück

Bilder und Texte Copyright by Viva la Hund e.V. / Natalie Plagemann